Schon seit längerer Zeit hielt ich auf Flohmärkten und Sperrmüll nach einem Zeitungsständer Ausschau. Vor einem Monat endlich kaufte ich mir einen in dem Secondhand-Kaufhaus in Mannheim für 6eur. Er ist massivholz, dunkelbraun und strahlt bürgerlichen Großelterncharme aus. Mit Farbe und Pinsel jedoch, konnte ich ihm neues Leben einhauchen und er passt nun auch besser in meine Wohnung.
Herzlich Willkommen.
Ich werde versuchen hier regelmäßig ein paar Details und Oberflächlichkeiten aus meinem Leben zu erzählen.
Viel Spaß beim Lesen!
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Ein Tag in Frankfurt
Hey hey,
da ich seit längerem geschwiegen habe, soll nun ein etwas ausführlicher Bericht alles wieder gut machen.
Da ich meinen Bachelor in Heidelberg zu Beginn des nächsten Jahres beenden werde und plane in Frankfurt a.M. meinen Master anzutreten, war ich gestern mit einer guten Freundin, die bereits in Frankfurt studiert, mir die Stadt und Uni angucken. Sie sollte mir die Stadt, die ja konträrer zu dem kleinen, übersichtlichen Heidelberg nicht sein könnte, etwas schmackhaft machen und mir ein paar schöne Ecken zeigen.
Das erste Ziel jedoch war nicht etwa der Fernsehturm, sondern Primark. Die erwartete Begeisterung blieb zwar aus, jedoch konnte auch ich nicht bei einer Tasche für 3eur und einem Schal für 5eur "Nein" sagen. Doch die beste Anschaffung (neben den fünf MustHave-Unterhosen mit Weihnachtsmotiven) bleibt unangefochten die Dreckwäschesammelbox in Schweineform:
Danach zeigte sie mir den Campus von der Uni, wo auch ich später, wenn ich es denn nach Frankfurt schaffen sollte, meine Seminare hätte. Dort durfte ich dann auch das erste Mal in meinem Leben mit einem Paternosteraufzug fahren. Ansonsten erinnerte mich die Uni leider ein bisschen an ein Krankenhaus, zumindest von innen. Von außen war es ein sehr imposantes und schönes Gebäude in einem großen, tollen Park gelegen.
Im MoshMosh aßen wir dann zu Mittag und wir streiften noch durch ein paar Geschäfte.
Der Höhepunkt war aber das superkitschige Café, das wir zum Ausklang des Tages aufsuchten. Es hieß Imori und war eine Art japanische Patisserie. Es gab alte, dunkelbraune Möbel, romantische Polstersofas und Mustertapeten.
| Hibiskustee und Mango-Eistee |
Fazit: Ich freue mich darauf, mir Frankfurt mit all' seinen geheimen schönen Ecken eigen zu machen, doch als allererstes muss ich wohl das U-Bahnnetz auswendig lernen :)
Freitag, 8. Oktober 2010
Dienstag, 5. Oktober 2010
Vier Burgen
Am Sonntag, dem Tag der deutschen Einheit, wollte ich mit Ellen, weil es so wunderschönes Wetter war, die Vierburgenwanderung in Neckarsteinach machen. Nach Neckarsteinach fährt man eigentlich mit der S-Bahn höchstens 15min von Heidelberg aus. Blöderweise stiegen wir aus Versehen in den falsche S-Bahn, nämlich in den Regionalexpress, der schnurstracks mit uns nach Eberbach fuhr und zwischendurch auch keinen Halt mehr machte (mir fiel ein, dass mir das Gleiche vor drei Jahren schonmal passiert war!).
Wir machten wohl ganz schön verdutzte Gesichter, als wir die vier Burgen an unserem Zugfenster vorbeifliegen sahen, und der Mitfuffziger gegenüber von uns hielt sich vor Lachen den Bauch.
Gut, Eberbach wollten wir jetzt nicht unbedingt besichtigen, deswegen fassten wir den Entschluss einfach in Richtung Heidelberg zurückzuwandern und am nächsten Bahnhof in eine S-Bahn nach Neckarsteinach zu steigen. Nachdem wir aber 3km neben der Schnellstraße gelaufen waren und der Weg für Fußgänger plötzlich gänzlich endete, kehrten wir nach Eberbach zurück und fuhren von dort aus nach Neckarsteinach.
Nach zwei Stunden Irrfahrt kamen wir also endlich dort an.
Neckarsteinach ist wirklich ein sehr schönes Städtchen, mit kleinen Gassen, schiefen Häusern und idyllischem Neckarufer.
Die Vierburgenwanderung beginnt gegenüber von dem Restaurant "Zum Schiff" und ist sehr gut ausgeschildert.
Sonntag, 3. Oktober 2010
ArtOrt
"In der Zeit vom 1.-10. Oktober veranstaltet das UnterwegsTheater das Festival "ARTORT - Kunst im Öffentlichen Raum" parallel zur Eröffnung der neuen Spielstätte HebelHalle in der Hebelstr. 9 (Weststadt). Themen der diesjährigen Ausgabe sind "Mehr Weg" (die Benutzung von Recyclingmaterial und moderner LED-Technik) und "vom Zentrum an die Peripherie" (Die expansive Kraft einer Stadt zur Peripherie. Der Weg von innen nach außen.) Der diesjährige Parcours führt die Menschen „extra muros" und will den Blick für neue Landschaften öffnen. Bismarckplatz und Hebelstrasse werden mit einer "artort-Straßenbahn" verbunden. [...] Zum fünften Mal findet das Festival ARTORT – Kunst im Öffentlichen Raum in Heidelberg statt. Wie immer bei ARTORT ist es der Parcours, die Bewegung des Publikums, auf den es ankommt. Dabei ist für die Festivalmacher die Rolle des Zuschauers die einer Person, die in das Kunstgeschehen verwickelt, Teil des künstlerischen Events wird, und ihren Körper und Geist benutzt, dieses zu bereichern. Was dabei zählt ist der veränderte Blickwinkel. Mit einem Auge auf die Geschichte Heidelbergs, mit dem anderen die zukünftige Entwicklung mitgestaltend, lädt das UnterwegsTheater ein zu einem reizvollen Kunst-Parcours zwischen Bismarckgarten (ehemals Hafen der Stadt) und der HebelHalle (ehemals Industriehalle Metallverarbeitung)."
Quelle: www.artort.net
Samstag, 2. Oktober 2010
Wunsch
"Manchmal gehe ich an kleinen Läden vorbei in der rue de Seine etwa. Händler mit Altsachen oder kleinen Buchantiquare oder Kupferstichverkäufer mit überfüllten Schaufenstern. Nie tritt jemand bei ihnen ein, sie machen offenbar keine Geschäfte. Sieht man aber hinein, so sitzen sie, sitzen und lesen, unbesorgt; sorgen nicht um morgen, ängstigen sich nicht um ein Gelingen, haben einen Hund, der vor ihnen sitzt, gut aufgelegt, oder eine Katze, die die Stille noch größer macht, indem sie die Bücherreihen entlang streicht, als wäschte sie die Namen von den Rücken.
Ach, wenn das genügte: ich wünschte manchmal, mir so ein volles Schaufenster zu kaufen und mich mit meinem Hund dahinterzusetzen für zwanzig Jahre."
- Rilke, Reiner Maria: Malte Laurids Brigge. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998. S. 40. -
Ach, wenn das genügte: ich wünschte manchmal, mir so ein volles Schaufenster zu kaufen und mich mit meinem Hund dahinterzusetzen für zwanzig Jahre."
- Rilke, Reiner Maria: Malte Laurids Brigge. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998. S. 40. -
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